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Studienfahrt nach London

London in fünf Tagen: Q2a auf Studienfahrt

Bad Segeberg/London. Da plant man schon alles, von Anreise bis Abreise, eigentlich plant man schon die Zeit vor der Abreise und trotzdem erwarten einen ziemlich viele Überraschungen auf so einer Studienfahrt. Das ist auch gut so, denn sonst wäre es keine Studienfahrt. Unsere Studienfahrt ging nach London. Für fünf Tage sind wir dort unterrichtet worden.


Wir standen am Montag, den 24.09.2018, am Hamburger Airport. Treffen war um 10 Uhr und es lief soweit alles gut: Gepäckkontrolle und Sicherheitscheck waren gemeistert; nur dann war Frau Gröhn verschwunden. Henrietta hatte noch mit der Flugüberbuchung zu tun, aber irgendwie sind doch alle an Bord gekommen. Schließlich war auch Frau Gröhn aus der Sicherheitskontrolle wieder zurück und wir haben den langen Spaziergang zum Gate angetreten.


Im Flugzeug sind wir endlich dem Ziel entgegen geflogen: London! Unter uns sind London Eye, Tower Bridge, Westminster und ein Gerüst in Form von Big Ben vorbeigezogen, während wir einen der größten Flughäfen der Welt ansteuerten: London Heathrow.
Nach dem Abholen unserer Klassenkoffer war es geschafft: Wir waren eingereist und zwar vollständig (hier sind die Lehrkräfte schon zum hundertsten Mal zu beglückwünschen). Wir waren in Großbritannien, wir waren in London.

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Ein Rucksack war an einer Überraschung schuld. Denken Sie sich folgende Situation: Wir passieren die Ticketkontrolle, um unsere einstündige U-Bahn-Fahrt anzutreten und nehmen die Rolltreppen abwärts, um zu den „platforms“ zu gelangen. Und… Niklas fehlt ein Rucksack. Durch Londoner Höflichkeit und Security Mitarbeiter bekam er ihn aber schließlich zurück.


Stellen sie sich mal vor, Sie fahren mit einer Klasse in ein anderes Land und dort wiederum U-Bahn und stellen sie sich vor sie müssen umsteigen. Bedenken sie zusätzlich die Möglichkeit, dass die Bahnen überfüllt sind – weil wir in London sind – einer Weltstadt mit über 8 Millionen Einwohnern. Hinzu kommt, dass sich Türen von diesen U-Bahnen einfach schließen, wenn die U-Bahn lange genug gehalten hat. Wenn Sie sich das so vorstellen, wie würden Sie sich fühlen, wenn die Türen die Klasse teilen? Vielleicht haben diese Gedanken Herrn Schütze auf die Idee gebracht, uns noch in London Heathrow die Route mitzuteilenVielleicht sind deswegen 17 Schüler ausgestiegen und 6 Schüler plus zwei Lehrer einfach in der Bahn stecken geblieben. Die Eingebung von Herrn Schütze hat uns dann tatsächlich ans Ziel Bayswater Station gebracht. Auch das haben wir geschafft.

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Im Hostel gegenüber haben wir eingecheckt und uns gegenseitig das Wlan-Passwort zugerufen. Es stand auf einer Whiteboard-Tafel und so etwas kannten wir schließlich von zu Hause. Wir haben uns in unsere Zimmer verkrochen, um wenig später in kleineren Gruppen loszuziehen, um uns noch einen kleinen Eindruck zu verschaffen. Während manche die Umgebung, andere Notting Hill, Cambden Street erkundeten oder Sherlock Holmes besuchten, wurde auch die Innenstadt von unseresgleichen heimgesucht. Fokus wurde dabei bald auch auf etwas zu Essen gelegt. Zurück am Hostel ging es bald in die Stockbetten, um sich für den neuen Tag fit zu schlafen. Bei einigen klappte dies gut, bei anderen aufgrund von nächtlichem Gehuste oder Geschnarche nur bedingt.


Ich habe es ja noch nicht erwähnt, aber wir frühstückten jeden Tag um 7:30 Uhr – was das fürs Aufstehen hieß kann jeder sich denken. Zusätzlich jeden Tag 24 Kilometer zu laufen ging dabei ganz schön auf die Knochen. In diesen drei Tagen haben wir nicht nur viel gelernt beziehungsweise hätten lernen sollen, sondern haben vor allem sehr viel erlebt.


Man muss den Engländern lassen, dass Frühstück wirklich nicht deren Stärke ist und wir waren „nur“ in einem Hostel einquartiert. Das Frühstück war also nicht so richtig ein Frühstück wie in Deutschland, aber damit mussten wir eben leben. Entweder man aß Cornflakes oder Toast, wo wir aber in dem Dilemma steckten, dass vor der Toastmaschine eine lange Schlange quer durch den Raum verlief. Der Kaffee ist aber gut gewesen. Ob nun, weil es nötig war, um sich zu dieser Zeit anzustellen, oder, weil es tatsächlich richtiger Kaffee war, darüber lässt sich streiten.


Am Dienstag stand die Besichtigung der Innenstadt auf dem Programm. Mit der Circle Line nach St. James’s Park und dann das Themse Ufer aufwärts von Westminster Abbey über Downing Street und Trafalgar Square zur National Gallery und von dort zum British Museum. Später endete unser langer Fuß- und Besichtigungsmarsch auf der Milleniumbrigde. Zwischendrin posierten wir immer wieder in unseren Studienfahrt-Pullovern vor Sehenswürdigkeiten oder Statuen und versuchten die Augen zumindest einen Spalt breit zu öffnen, auch wenn die Sonne uns direkt anstrahlte. Von wegen englisches Wetter und Regen! Sonne, trotz relativ kühler Temperaturen am Morgen, das war die Wettervorhersage und die enttäuschte uns zum Glück nicht.


Zur Mittagszeit hat ein Straßenkünstler dann noch sein ganzes Publikum aufgrund unseres straffen Zeitplanes verloren – unsere Mittagspause war einfach vorbei.
Nach solch einem Tag voller Sehenswürdigkeiten, Gemälden, Fundstücken der Geschichte aus aller Welt und einer Flut an neuen Informationen, besonders wenn man sich den Lehrern in den Museen anschloss, bekamen wir unseren wohlverdienten Feierabend und gingen in Gruppen auf das los, worauf wir Lust hatten. Sei es ein Trip zu einem Burger Laden und anschließendem nächtlichem Spaziergang am London Eye, ein Pub Besuch mit traditionellen englischen Essen oder der Weg zurück zum Hostel, um die Füße und den Kopf zu schonen. Abends, gegen 23 Uhr, sollte jeder wieder zurück sein – das funktionierte auch sehr gut.

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Mittwochs ging es dann nach Greenwich. Um dorthin zu gelangen mussten wir Stufen um Stufen in die Tiefe steigen, um zu den Gleisen zu gelangen, die uns zu den richtigen Gleisen brachten, die wiederum höher gelegen waren und das hieß natürlich, dass wir diese Stufen auch wieder hochsteigen mussten. Endlich in der leeren Bahn nach Greenwich verteilten wir uns auf die Sitzplätze und ruhten uns für die kommenden Stunden aus.


Den Weg von der Cutty Sark zum Royal Observatory hatten wir in Gruppen zu bewältigen. Zur abgemachten Uhrzeit bekamen wir unsere Besucherbänder, fotografierten uns noch auf dem Nullmeridian, und gingen durch die Ausstellung im Flamsteed House. Besonders die Harrison Uhren sahen wir uns genauer an. Das Buch Longitude oder Längengrad hatte jeder von uns bis zu dieser Fahrt mehr oder weniger gelesen. Es handelt von genau diesen Uhren und was sie für einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Navigation auf offenem Meer gesetzt haben.


Nach dem Besuch des Royal Observatory erhielten wir Freizeit, um uns zur Stärkung was zu Essen zu besorgen oder die Gegend zu erkunden. Von einem älteren Herrn am Zaun zum National Maritime Museum auf Deutsch angesprochen zu werden, war für zwei Gruppen verblüffend, besonders, weil man in seinem Redeschwall erfuhr, dass er nie in Deutschland war. Zwischen den Zeilen hat man auch ein paar Kriegsanekdoten erzählt bekommen.


Später im Museum hatte man erneut die Möglichkeit sich in eine ruhige Ecke zu verkriechen und die Füße zu entspannen, oder sich den Lehrern anzuschließen und eine Tour mit den wandelnden Lexika durch die Ausstellung zu machen.
Anschließend haben wir bei schönstem Londoner Wetter eine Themse-Fahrt gemacht und uns London vom Wasser aus angesehen. Vorbei am Bankenviertel, Globe Theatre, unter der Tower Bridge hindurch und zum London Eye. Wir waren gegen 15.30 wieder am eingekleideten Big Ben und Westminster. Von da an haben die einzelnen Gruppen die Zeit bis 22.30 selbst genutzt. Während die Einen London weiter vom Boden aus erlebten, haben andere die Perspektive gewechselt und die Weltstadt von oben bestaunt.
Auch am Donnerstag wollten wir die Zeit ausnutzen. Also raus aus den Betten, rein in die Schuhe und rauf auf die Londoner Straßen in Richtung Hyde Park.


Im Hyde Park haben die Eichhörnchen dem geballten Wissen von Hr. Schütze den Rang abgelaufen. Auf unserem Weg durch einen weiteren, unglaublich gepflegten Park teilte sich unsere Gruppe in diejenigen, die Eichhörnchen gerade interessanter fanden als das Lernen im Hyde Park und diejenigen, die Wissen abgreifen wollten. Unserer Weg endete an der Royal Albert Hall mit einem Gruppenfoto. Anschließend haben wir noch einen Abstecher in eines der reichsten Viertel Londons gemacht. Das ist deswegen so wichtig, weil es da einfach nicht so aussieht. Und das ist der Vollständigkeit halber so wichtig und weil es eine andere Erfahrung war. So weit so simpel. Im weiteren Tagesverlauf haben wir dann das Science Museum und das Natural History Museum erkundet. Diese beiden Museen waren so riesig! Die anderen vorher auch. Unsere Gehirne nicht! Es waren die unterschiedlichsten Strategien zu beobachten: Entweder läuft man durch das Museum und hat alles einmal grob gesehen, dann schafft man auch alles, oder man lässt sich von unseren Lehrkräften unterrichten, dann schafft man eine halbe Etage, oder man setzt sich in die Cafeteria und isst, was einem gerade als zweites Frühstück in den Sinn kommt.

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Wenn wir aber schon mal in London sind, dann muss man auch unter dem riesigen Dinosaurierskelett und vor dem echten Blauwal gestanden haben. Und man muss sich gefragt haben, ob der Blauwal nun wirklich echt ist oder eben aus Plastik. Ja, er war echt. Alles ist echt, das sei ja das Tolle.
Die Freizeit ist unter anderem durch Tube, Bus oder Taxi fahren, Pizza suchen und im Hyde Park rumliegen vorübergegangen. Treffen war am Buckingham Palace. Ja, wir haben uns auch getroffen und ja wir waren immer noch vollzählig. Unser 30-minütiger Fußweg zum Hard Rock Café entpuppte sich als Fünf-Minuten-Spaziergang und wir standen etwas zu früh vor dem Restaurant. Die Scharte der üppigen (hust) Speisekarte hat das Ambiente und die Musik wieder ausgewetzt. Trotzdem blieb für einige unklar, warum dieses Café so in Mode ist. Muss man eben mal gewesen sein. Vielleicht lag es auch nur daran, dass wir eine Gruppe waren. Ich hoffe es jedenfalls.


Die meisten von uns haben diesen Tag mit Koffer packen beendet und für andere ist der Tag im Hyde Park beziehungsweise gar nicht zu Ende gegangen. Schlafen war nicht, den…
Freitag, 4 Uhr morgens aufstehen. Es war klar, dass wir auf der Studienfahrt nicht allzu viel Schlaf bekamen, aber in dieser Nacht sind manche gar nicht ins Bett gegangen. Aufgrund eines Streiks der Piccadilly Line blieb uns nicht anderes übrig, als eine halbe Stunde mit Sack und Pack durch die verlassenen Straßen Londons bis zur Paddington Station zu marschieren.

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Ganz ehrlich, ich habe mich schon auf mein Bett zu Hause gefreut. Und nicht nur auf das eigene Bett, besonders auf ein gescheites Badezimmer. Wir hatten den Luxus ein maximal 1 ½ m² großes Badezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken in unseren Zimmern zu haben. Genickbruchgefahr beim Umdrehen inbegriffen, denn die Kante neben dem Klo zur Dusche war wirklich heimtückisch. Deshalb sind wir zum Duschen auf die Gemeinschaftsduschen ausgewichen. (Selbst die Toiletten in Flugzeugen kamen einem da geräumig vor.)


In der Bahn zum Flughafen wurde der nötige Schlaf von vielen nachgeholt. Nach einer Stunde sind wir in Heathrow angekommen, Flugtickets waren schnell besorgt, und dann ging es los zur Gepäckkontrolle. Auch diesmal verbrachten wir hier mehr Zeit als notwendig. Diesmal war Tim der Schuldige, der sein Nasenspray in seinem Gepäck vergessen hatte.

Nach dem Zwischenfall hieß es warten, denn schon zu diesem Zeitpunkt hatte unser Flug 15 Minuten Verspätung. Dann war es statt 8:50 schon 10:10 und das Boarding fing endlich an. Und 40 Minuten später ging es schließlich zurück nach Hamburg.


Passkontrollen und das Abholen der großen Klassenkoffer waren schnell und unkompliziert geschafft. Nachdem jeder seine Utensilien in Empfang genommen hatte, verabschiedete sich Herr Schütze und war offensichtlich sehr zufrieden mit uns und dieser Studienfahrt. Ich denke, wir waren es auch.

Bericht: Lukas Gerngroß (Q2a)
Fotos: L.Gerngroß, S. Gröhn

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